Elisabeth-Selbert Schule Hameln Logo
Elisabeth-Selbert Schule Hameln

Elisabeth-Selbert-Schule

Stell dir vor es ist Fachtagung und der Strom fällt aus...

...diese Vorstellung hatten kurzfristig die Organisatorinnen der Fachschule für Sozialpädagogik Frau Jedicke und Frau Kessler. Beide hatten wie in den letzten Jahren auch sehr interessante Hauptredner für den Vormittag und Workshopleiter für den Nachmittag gefunden und als die Vorbereitungen auf Hochtouren liefen, die Einladungen versendet, die Zusagen verschickt und gerade die Stühle am Vortag gestellt werden sollten, kam die Nachricht, dass am Folgetag der Strom in der ganzen Schule wegen einer notwendigen Reparatur abgestellt werden sollte.

Dies abzuwenden und auf einen späteren Termin zu verlegen, war trotz Herzrasen leichter, als die hundert Gäste kurzfristig auszuladen, denn die Einladungen gehen an viele Praxiseinrichtungen, die mit der Fachschule kooperieren.

Das Motto „wertschätzende Erfahrungsräume für Kinder und Jugendliche gestalten“ sprach viele Erzieherinnen und Erzieher an. Zu Beginn hielt Frau Welzien vom Familienzentrum Kess aus Nienhagen über das Bild der Familie und dessen Wandel einen Vortrag. Der Beitrag drehte sich darum, was Familien sich wirklich wünschen und machte darauf aufmerksam, was Medien oder Werbedesigner an Wertvorstellungen durch Werbeträger der Gesellschaft unterschwellig vermitteln. Durch viele Alltagsbeispiele hatte Frau Welzien die Aufmerksamkeit der Gäste ganz auf ihrer Seite. Nach einer kleinen Pause, in der neben einer frischen Tasse Kaffee ein reichhaltiger Büchertisch der Buchhandlung Matthias lockte und die Kooperationspartner wie nifbe und FiZ ihre Arbeit vorstellten, erläuterte  Prof. Dr. phil. Bree von der HAWK aus Hildesheim,  wie kindliche Bildungsprozesse als ästhetische Herausforderung wahrgenommen und begleitet werden können.   Oft verstellt uns die „Erwachsenenbrille“ den Blick auf die kindliche Kunst. Dieser Beitrag war durch kleine Dokumentationsfilmsequenzen sehr lebendig und gleichzeitig wissenschaftlich fundiert. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden angeregt, Sammlungen von ungewöhnlichen Gegenständen (Knochen, Eisstile, etc.) für Kinder anzulegen, denn aus den Sortierungen, durch genaues Ansehen, durch Konstruieren mit den Materialien, kommen Kinder dem Begriff der Kunst sehr viel näher und selbstinitiierte Bildungsprozesse entstehen. Der Satz „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ machte das Menschenbild deutlich, dass hinter der Schaffung von Erfahrungsräumen steht. Erfahrungsräume sollen Zeit zur Entwicklung geben.

Der Nachmittag ging mit fünf verschiedenen Workshops sehr schnell vorbei und die Fachtagung, die die Fachschule auch als Dankeschön an ihre Kooperationspartner verstanden wissen möchte, näherte sich dem Ende. Zum Schluss sollten die Gäste eine Bewertung abgeben und evtl. einen Wunsch für das Thema der nächsten Fachtagung abgeben. Die Bewertungen waren gut und aus den Wünschen werden Frau Jedicke und Frau Kessler wieder ein interessantes Programm für die nächste Fachtagung entwickeln. Forum des Münsterkirchhofes

 

Elisabeth-Selbert-Schule powered by dev4u®-CMS bei abmedia