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Elisabeth-Selbert Schule Hameln

Elisabeth-Selbert-Schule

Kooperationsunterricht Hameln

Die Hauptschulen und die Berufsbildenden Schulen der Stadt Hameln erproben seit dem Schuljahr 2008/09 neue Formen der Zusammenarbeit zur Verbesserung der Ausbildungs- und Berufschancen von Hauptschülerinnen und Hauptschülern. An zwei Unterrichtstagen pro Woche erhalten die Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Schuljahrgangs der Hauptschule Unterricht an den Berufsbildenden Schulen in Fachpraxis und Fachtheorie in ausgewählten Berufsfeldern.

Dieser Kooperationsgedanke orientiert sich am so genannten „Neustädter

Modell“, ein Schulversuch der Berufsbildenden Schulen und der Hauptschule in Neustadt a. Rgbe. Mit dem Schuljahr 2010/11 endet der Schulversuch und geht in eine Regelform der Zusammenarbeit mit einer Erweiterung auf weitere Landkreishauptschulen über.



Welche Schulen sind an der Koperation beteiligt?

 

Im Kooperationsunterricht Hameln arbeiten die Hauptschulen


  • Klütschule
  • Südstadtschule 
  • Pestalozzi-Schule und ab dem Schuljahr 2011/12
  • Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule, Bad Münder und
  • Hauptschule am Hohenstein, Hessisch Oldendorf

mit den Berufsbildenden Schulen

 

  • Eugen-Reintjes-Schule und
  • Elisabeth-Selbert-Schule zusammen.


Welche Berufsfelder stehen an der Elisabeth-Selbert-Schule zur Verfügung?

 

An der Elisabeth-Selbert-Schule findet die berufliche Grundbildung im Kooperations-unterricht in den Berufsfeldern

  • Ernährung / Bäckerei-Konditorei / Hauswirtschaft
  • Körperpflege sowie
  • Sozialpflege statt.

Präsentation der Berufsfelder der Elisabeth-Selbert-Schule



Wie läuft der Unterricht ab?

 

Die Beschulung der Schülerinnen und Schüler erfolgt anteilig in den allgemein bildenden sowie in den berufsbildenden Schulen.

Der Umfang der beruflichen Qualifizierung in Klasse 9 und 10 beträgt je Schuljahr 14 Wochenstunden (10 Stunden Fachpraxis und 4 Stunden Fachtheorie), die Stundentafel der Hauptschulklassen ist auf 20 Stunden reduziert. Damit erwerben die Hauptschülerinnen und Hauptschüler quasi „nebenbei“ eine breite berufliche Grundbildung, die einer Qualifizierung in einer Berufsfachschule mit Vollzeitunterricht entspricht.

Die Berufsschultage liegen an den Wochentagen Dienstag/Mittwoch bzw. Donnerstag/Freitag. In der Fachpraxis werden die Schülerinnen und Schüler in einer Lerngruppe mit 12 Schülern unterrichtet, in der Fachtheorie  werden zwei Fachpraxisgruppen zusammengefasst.



Wie werden die Schülerinnen auf den Kooperationsunterricht vorbereitet?

 

Bereits in den Schuljahrgängen 7 und 8 wird auf die Teilnahme am Kooperations-unterricht in den Klassen 9 und 10 durch Hospitationen in der BBS, Informations-abende für Eltern und Schüler sowie Informationen von „KOOP-Schüler zu Schüler“ durch Präsentationen der KOOP-Schüler vorbereitet. Am Ende der achten Klasse entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler für ein Berufsfeld, in dem sie sich qualifizieren wollen. Sollte es trotz der intensiven Begleitung der Auswahl durch die Lehrkräfte beider Schulen unter Einbeziehung der Eltern doch noch zu Fehlent-scheidungen kommen, so ist der Wechsel in ein anderes Berufsfeld bis zu den Herbstferien im Einzelfall möglich.



Welche Qualifizierung kann erworben werden?

 

Die Doppelqualifizierung von Allgemein- und Berufsbildung erhöht die Chance auf einen Ausbildungsplatz. Insbesondere von Handwerksbetrieben werden Lehrlinge nachgefragt, die neben der erforderlichen Sozialkompetenz auch über eine solide berufliche Grundbildung verfügen.

Neben den zu vergebenden Abschlüssen im Sekundarbereich I nach den Bedingungen der Hauptschule werden zusätzlich so genannte „Zertifikate“ vergeben, die die erworbenen Qualifikationen im Rahmen der breiten beruflichen Grundbildung in besonderer Weise hervorheben. Die beruflichen Inhalte entsprechen denen, die in einer Berufsfachschule des jeweiligen Berufsfeldes vermittelt werden.


Für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler mit einer mindestens befriedigenden Durchschnittsnote, die nicht direkt eine Berufsausbildung beginnen, eröffnet sich in einigen Fällen die Möglichkeit des Einstiegs in die Klasse 2 der zweijährigen Berufsfachschule, die zu einem Realschulabschluss bzw. zum erweiterten Sek. I - Abschluss führt.



Was sagt das Evaluationsergebnis des 1. Jahrgangs?

 

Die Befragung der Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern lässt eine klare Zustimmung zum Projekt erkennen. Der erste Durchgang wurde im Sommer 2010 mit folgendem Ergebnis abgeschlossen



Kooperations-Unterrichts-Ergebnisse

Weiterer Bildungsweg

Kooperationsklassen

Normalklassen

Direkter Übergang ins duale System

28,3 %

6,4%

Schulische Berufsausbildung

21,6%

0%

Höherwertiger Schulabschluss (FOS, BG)

9,8%

0 %

Summe

59,7%

6,4%


Es haben also 28,3% der KOOP-Schüler/innen einen Ausbildungsplatz bekommen im Vergleich zu 6,4% der „Normal-Schüler/innen". Zählt man diejenigen dazu, die eine schulische Berufsausbildung aufgenommen haben und die, die einen höherwertigen Schulabschluss anstreben, werden knapp 60% derjenigen, die den Schulversuch beendet haben, ihre Berufs- bzw. Schullaufbahn höherwertig fortsetzen.


Gerade die engagierte Arbeit der beteiligten Lehrkräfte hat einen wesentlichen Anteil an den oben beschriebenen Erfolgen. Das Kultusministerium hat deshalb allen beteiligen Schulen und Lehrkräften für diese Erfolge gedankt.

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