Beobachtungen - Bemerkenswertes - Besichtigungen
Päpstliches in Wadowice
Nicht nur in unserer Partnerschule, dem Lyzeum Zespoł Szkół Ogólnokształcących, begegnet der Besucher vielfältigen Hinweisen auf den Papst aus Wadowice. Auch überall im Stadtbild weisen Spuren auf den großen Sohn der Stadt hin. Überall in der Stadt treffen wir auf Hinweistafeln mit der Aufschrift "Kremówka".

Bäckereien und Cafés laden dazu ein, einen päpstlichen Cremekuchen zu probieren. Ganze Pilgergruppen lassen sich diese Chance nicht nehmen.

In den ersten Jahren unseres Schüleraustausches gabe es die süßen Verlockungen nicht. Eine süße Anekdote veränderte Wadowice. Bei seinem letzten Besuch in Wadowice im Juni 1999 erinnerte Papst Johannes Paul II., dass er nach dem Schlussexamen mit seinen Schulkollegen häufig in der Konditorei am Marktplatz in Wadowice Cremetörtchen gegessen hatte. Sie bestehen aus zwei Lagen Blätterteig, gefüllt mit einer Sahne-Puddingcreme und einem Schuss Weinbrand. Die Bemerkung löste eine "Wende” im polnischen Konditoreiwesen aus. Kurz darauf erinnerte jedes Stück Torte im Städtchen an die vom Papst gelobten Cremetörtchen. Und sie tragen seither die stolze Bezeichnung "päpstliche Cremetörtchen”.
Papst Benedikt XVI. in Wadowice
Papst Benedikt hielt sich von 25. bis 28. Mai 2006 in Polen auf. Er besuchte unter anderem Warschau, Tschenstochau, Krakau, Kalwaria Zebrzydowska und Auschwitz, aber auch Wadowice. Auch noch während des Aufenthaltes der Hamelner Austauschgruppe im Herbst 2006 gabe es an vielen Plätzen Hinweise auf den deutschen Papst. «Ich bin voller Emotionen hier in der Geburtsstadt meines Vorgängers», sagte Benedikt bei einem Treffen mit der Bevölkerung. «Ich konnte Wadowice bei meiner Pilgerreise auf den Spuren Johannes Pauls nicht auslassen.» Wer das Leben und das Werk des 2005 Gestorbenen wirklich verstehen wolle, der müsse nach Wadowice kommen.
Gute Hirten begleiten den Busfahrer
Sitzen Sie in einem polnischen Reisebus und genießen einmal nicht die abwechslungsreiche südpolnische Landschaft, beobachten nicht den lebhaften Autoverkehr auf schmalen Straßen, sondern lassen den Blick schweifen, um den Bus zu erkunden, dann könnten Ihre Augen moderne "Reliquien" bestaunen. Sie sind sorgfältig oberhalb des Fahrersitzes angebracht, hier und da schwingt auch ein verehrungswürdiger Gegenstand im gleichförmigen Rhythmus der Fahrzeugbewegungen. Lauter gute Hirten begleiten den Busfahrer und dessen Fahrgäste: Jesus, die beiden Päpste, ein Rettungsring, der Seehund mit dem Rosenkranz, Emmanuelle, die Ikone erotischer Filme aus den siebziger Jahren...
Polnische Gastfreundschaft - ein Beispiel von vielen
Die sprichwörtliche polnische Gastfreundschaft haben die Hamelner Austauschgruppen in den letzten 10 Jahren immer wieder dankbar erleben können. Eine von vielen liebevollen Gesten des Jahres 2006 erfuhr die Reisegruppe am letzten Tag ihres Aufenthaltes. Eine polnische Gastmutter überraschte uns mit zwei großen Tabletts voller Krakauer Gebäck ("Babeczki"), verziert mit allerlei Köstlichkeiten, die nicht nur wunderbar anzusehen waren, sondern auch bestens schmeckten. Dem Verfasser dieser Zeilen läuft beim Schreiben das Wasser im Munde zusammen!
SKAWA - die Waffelfabrik
Mitten in Wadowice befindet sich die Süßigkeitenfabrik Zaklady Przemysly Cukierniczego "Skawa".
Mit ihren 1100 Mitarbeitern ist sie eine der beiden größten Konzerne der Stadt. Austauschschüler/innen besuchten das Werk.
Seit 1997 wird die S.A. (Aktiengesellschaft) durch einen dreiköpfigen Vorstand geleitet. Einige Rohstoffe werden für die Herstellung aus Südamerika, Chile und Brasilien importiert, um die beliebten Skawa-Waffeln, Bonbons und Schokoladen herzustellen. Diese Produkte sowie Lebkuchenherzen und Kekse verschiedener Arten werden im ganzen Jahr in drei Arbeitsschichten produziert. Neben dem Verkauf im Inland, exportiert "Skawa" auch in die Ukraine, nach Kanada, Island und in arabische Länder.

Da Polen am 01. Mai 2004 der EU beigetreten ist, musste sich auch "Skawa" an die neuen EU-Richtlinien anpassen, z. B. im Umweltschutz. Eine erhebliche Senkung des Wasserverbrauchs und der Umstieg von Kohle auf Öl- und Gasenergie war das Ziel.
Besonders Jugendliche schätzen die auch in der Werbung zu sehenden zahlreichen Produkte.
Für die Zukunft hat sich der polnische Konzern vorgenommen, sich noch weiter in den EU-Handel einzugliedern, wie z. B. durch Erneuerung der Maschinen. Alle Informationen wurden durch den technischen Direktor der Fabrik "Skawa" zur Verfügung gestellt.
Tipp: Es ist sehr empfehlenswert, einmal die leckeren Produkte zu probieren!