Unterrichtsentwicklung an der Elisabeth-Selbert-Schule
Um die Schülerinnen und Schüler auf die berufliche Praxis vorzubereiten, ist es wichtig, sie zum eigenverantwortlichen Lernen hinzuleiten, da bestimmte Schlüsselqualifikationen von Seiten der Wirtschaft notwendig sind. Durch eine Qualifikation des gesamten Kollegiums der ESS wurde es möglich, der Schülerschaft ein Mehr an Fach-, Methoden-, Kommunikations- und Teamfähigkeit zu vermitteln.
Diesen Weg muss man sich wie einen andauernden Prozess vorstellen. Die Kolleginnen und Kollegen wurden in Gruppen, die mehrere Abteilungen umfassen, in Form von Bausteinen, mit Methoden nach Dr. Heinz Klippert von ausgebildeten Fachkräften trainiert. Innerhalb einer Teilgruppe einer Abteilung wurden danach Trainingsspiralen entwickelt, die genau auf die Schülergruppe abgestimmt waren. D.h. die Lehrkräfte erprobten unmittelbar das Selbstgelernte innerhalb ihrer zu unterrichtenden Klassen. Dann folgte der nächste Baustein für das Kollegium und wieder gab es das Sammeln von Erfahrungen in den Klassen. Diese sogenannten Trainingspiralen haben die Schwerpunkte Methoden-, Kommunikations-, Teamtraining und das eigenverantwortliche Arbeiten. Durch die Installierung von gemeinsamen Besprechungszeiten sind die Arbeitsgruppen, fast liebevoll genannten "Klippertgruppen" in weitere Runden getreten und die reflektierten Trainingsspiralen werden wieder an den inzwischen neuen Schülern erprobt bzw. werden in den weitergeführten Klassen die Bausteine angeboten, die noch nicht dran waren.
Es wurde deutlich, dass den Schülerinnen und Schülern ein einmaliges Erproben nicht genügen kann um den Lernprozess eigenverantwortlich zu lenken. Deshalb ist eine Methodenpflege wichtig. Diese Wiederholungen sind in Lernspiralen eingebunden. Der zu vermittelnde Unterrichtsinhalt wird mit Methoden aufbereitet, die die Klassen schon kennen und nun vertiefend für ihren Lernprozess nutzen können. Sehr oft werden die Lernspiralen in Kleinteams entwickelt, so dass Parallelklassen wirklich parallel unterrichtet werden können und die Lehrkräfte zwar zu Beginn zeitlich stark in die Entwicklung solcher Lernarrangements eingebunden sind, dann aber die Entlastung spüren, wenn man die Spirale der anderen Kollegen unterrichten kann. Die Nutzung der schuleigenen Intranetzes (BSCW Server) macht es möglich den Austausch und die Weiterentwicklung für alle zu kommunizieren und nutzbar zu machen.
Diese Übernahme von Lernspiralen setzt voraus, dass jede Lehrkraft sich dafür engagiert. In den Klippertgruppen wurden Zielvereinbarungen zur Zusammenarbeit festgelegt und damit ist auch die zu entwickelnde Anzahl von Lernspiralen pro Jahr festgelegt.
Jede Klippertgruppe hat eine Sprecherin, einen Sprecher, der einlädt, den Prozess der Unterrichtsentwicklung am Laufen hält, Fragen klärt und koordinierende Aufgaben übernimmt, etc. Hier ist eine Schnittstelle, an der Unterrichtsentwicklung mit Personalentwicklung und Organisationsentwicklung verwoben wird und so den Prozess der Schulentwicklung voran bringt.
Diese Person der Klippertgruppenleitung nimmt an einem regelmäßigen Arbeitstreffen teil, beim dem alle Gruppenleitungen einen Austausch pflegen, evaluieren, über Fortbildungen nachdenken um den Prozess der Unterrichtsentwicklung an der Elisabeth-Selbert-Schule zu festigen.Diese Arbeitstreffen werden zur Zeit von Frau Kessler, die in der Abteilung Sozialpädagogik eingesetzt ist, geleitet.
Aus Erfahrungswerten ist eins noch wichtig zu erwähnen, zu "klippern" macht eine Menge Spaß, im Unterrichtsalltag kann man Entlastung erfahren und die Schülerschaft profitiert von den neuen Methoden der Unterrichtsgestaltung erheblich.
Wenn Sie Fragen zur Unterrichtsentwicklung haben, wenn Sie nicht wissen welcher Gruppe Sie sich zugehörig fühlen sollen, oder überhaupt mal etwas zum Unterrichtsentwicklungsprozess wissen wollen, dann kann Frau Kessler gern weiterhelfen.
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